Römisches Forum Waldgirmes e.V.
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News

Römertag 2017 in Lahnau-Waldgirmes

Aufgrund der großen Nachfrage veranstalten wir am 2. Juli 2017 wieder einen Römertag - ein spannender Ausflug in die antike Geschichte für die ganze Familie in der ganzen Region. Als Hauptakteure präsentieren sich Germanen-, Gladiatoren und Legionärsgruppen - weitere Aussteller befreundeter Vereine, zum römischen Handwerk sowie ein Kinderprogramm der RöMinis ergänzen die Veranstaltung. Besonderer Höhepunkt bietet der bekannte Musikarchäologe Hagen Pätzold mit seinen musikalischen Vorträgen zur römischen Musikkultur. Für Essen und Trinken ist gesorgt, der Eintritt ist frei.

Römische Markttage auf der Saalburg vom 29. April bis 1. Mai 2017

An den drei Markttagen präsentiert sich zum ersten Mal auch der Förderverein Römisches Forum Waldgirmes auf der Saalburg. Von 10 bis 18 Uhr sind wir an den drei Tagen direkt hinter dem Haupttor zu finden.

Dünsbergverein überreicht Scheck über 1000 €

Am Dienstag dem 28. März 2017 überreichte der 1. Vorsitzende des Dünsbergvereins Cenneth Löhr dem Förderverein Römisches Forum Waldgirmes e. V. vertreten durch Herrn Peter Schepp einen Scheck in Höhe von 1000 €. Damit möchte der Verein unser Projekt Besucherzentrum unterstützen. Herr Löhr betonte ausdrücklich die Wichtigkeit  des Standortes Waldgirmes für die gesamte Region und wünschte uns viel Erfolg für unser Vorhaben.

Besuch der Waldgirmeser Römer im Vicus Eisenberg

Mehrere Mitglieder des Fördervereins Römisches Forum Waldgirmes reisten am 4.12. nach Eisenberg/Pfalz. Dort sollten die im September in Waldgirmes geknüpften Kontakte mit dem dortigen Förderverein intensiviert werden. Zuerst erfolgte eine Besichtigung der Ausgrabungen, unter Anderem die durch einen Überbau geschützten Überreste mehrerer Streifenhäuser sowie römische Backöfen. Der Vorstand des Fördervereins Eisenberg, sowie der ebenfalls anwesende Bürgermeister erläuterten die Ausgrabungen und informierten über den geschichtlichen Hintergrund. Beim Vicus Eisenberg handelt es sich um eine 50 n. Chr. von den Römern gegründete Niederlassung und Zentrum der römischen Eisenverhüttung, die bis ca. 400 n. Chr. bestand. Beim anschließenden Beisammensein wurden Erfahrungen und Informationen ausgetauscht, sowie Tipps und Anregungen gegeben (z. B. Aufbau eines Rennofens sowie Gestaltung eines Kinderprogramms). Sondiert wurden zudem Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Austausch zwischen den Vereinen.

Spendengala der Sparkasse Wetzlar 2016

Auch in diesem Jahr überreichte uns am 29. November die Sparkassenstiftung Hessen/Thüringen in den Räumen der Sparkasse Wetzlar eine namhafte Spende. Wir bedanken uns an dieser Stelle recht herzlich dafür.

Förderverein Römisches Forum Waldgirmes besucht Rom

Was kommt heraus, wenn ein gebürtiger Römer in einem Römerverein Mitglied ist, und dieser zudem noch ein Reiseunternehmen führt? Richtig: Eine Fahrt nach Rom, denn alle Wege führen bekanntlich dorthin. Mit zwei Reisebussen machten sich Mitglieder und Freunde des Fördervereins Römisches Forum Waldgirmes mitsamt des 1. Vorsitzenden Wilfried Paeschke und weiteren Vorstandsmitgliedern auf den Weg nach Rom. Auf dem Weg in den Süden begleiteten die Reisegruppe wechselnde Landschaften, besonders eindrucksvoll die Alpen und die Toskana. Ilario Favaro, seines Zeichens gebürtiger Römer mit etruskischen Wurzeln, kommentierte mit seinem eindrucksvollen Wissen die Fahrt und erzählte von landschaftlichen Eigenheiten, italienischen Besonderheiten und historischen Begebenheiten. Rom selbst beeindruckte mit scheinbar unendlichen historischen Bauten an jeder Ecke. Die Reisegruppe besuchte touristische Schwerpunkte mit Bauwerken wie den Petersdom, den Circus Maximus, den Trevibrunnen oder das Colosseum. Doch dank der römischen Reiseleitung erfuhren die Gäste Wissenswertes aus erster Hand von dem befreundeten römischen Archäologen Fabio Gerbasi und entdeckten dabei Ecken, die sich für die wenigsten Touristen erschließen. Kein Zufall, dass der Archäologe in seiner Freizeit Präsident des Vereins Civiltà Romana ist und einen Centurio darstellt. Und so kam es zu der ein-zigartigen Begegnung von Waldgirmesern und römischen Legionären, die in einem Treffen in Ausrüstung ihre Partnerschaft auf der Via Appia Antica besiegelten. Nach vier Tagen in Rom, großer Hitze und enormen Wissenszuwachs führte die Reise mit Zwischenstation im schönen Trient zurück nach Waldgirmes.

Dramaturgische Höhen und Tiefen  mit Paukenschlag

Rund 80 Besucher waren in das Bürgerhaus nach Dorlar gekommen, darunter geladene Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Eingeladen hatte der Förderverein Römi-sches Forum Waldgirmes e. V., der 22 Jahre nach Grabungsbeginn die Präsentation der wissenschaftlichen Dokumentation "Waldgirmes - die Ausgrabungen in der spätaugustei-schen Siedlung von Lahnau-Waldgirmes (1993–2009)" organisierte. Eine besondere Freude war, dass sich die beiden Archäologen und Autoren Dr. Armin Becker und Dr. Gabriele Rasbach die Gemeinde Lahnau für die Erstpräsentation des umfangreichen Werkes aus-suchten. Prof. Dr. Kai Ruffing der Universität Kassel übernahm die Laudatio und beschrieb während seines Vortrages die große Bedeutung von Waldgirmes, die doch lange brauchte, um in wissenschaftlichen Kreisen ernst genommen zu werden. "Waldgirmes kam zunächst unerwartet, ist aber nun Dreh- und Angelpunkt der römischen Politik in Germanien", begann er seinen Vortrag und erklärte weiter: "Die Errichtung der Statuen zeigt den unglaublichen Willen der Römer, in der germanischen Provinz eine starke Präsenz zu zeigen. Waldgirmes muss eine höhere zentralorganisierte Funktion gehabt haben, vor allem wegen des Forums, welches als Marktplatz sowie für Rechtsprechungen genutzt wurde." Wilfried Paeschke betonte zuvor ebenfalls die große Bedeutung von Waldgirmes und be- dauerte, dass bereits bewilligte Fördermittel für das Besucherzentrum wieder zurückge- geben werden mussten. Als wesentlichen Grund nannte er die zeitlichen Verzögerungen durch Verhandlungen mit dem Ministerium sowie weiteren Institutionen, die eine Sponso-renakquise letztendlich zeitlich unmöglich machte. Nun steht das Geld anderen Interes-senten zur Verfügung. Doch der Antrag für das nächste Jahr sei bereits in Arbeit. "Der größte Wunsch ist jedoch, dass der restaurierte Pferdekopf endlich der Öffentlichkeit prä-sentiert werden kann", so Paeschke, "noch nicht einmal wir vom Förderverein haben ihn oder die Replik bereits gesehen." Bürgermeister Schultz freute sich besonders darüber, an diesem Abend Akteure und Wegbegleiter der Grabungszeit wiederzusehen. So zum Beispiel Prof. Dr. Siegmar von Schnurbein, der die ersten Grabungen begleitete, war als Ehrengast anwesend. Dass die Grabungen von dramaturgischen Höhen und Tiefen begleitet war, und mit einem Pauken- schlag - dem Fund des Pferdekopfes - endete, hob Schultz besonders hervor. Die Buch- Dokumentation kann in der Geschäftsstelle des Fördervereins (Georg-Ohm-Str. 2) erworben werden, sie ist für interessierte Leser eine intensive und tiefgreifende Lektüre.

Spendengala der Sparkasse Wetzlar 2015

Die Sparkasse Wetzlar überreichte am 9. 12. 2015 anläßlich der jährlichen Spendengala auch an unseren Förderverein ein namhafte Spende. Wir danken der Sparkassenstiftung Hessen/Thüringen für ihr Engagement.

Ein römischer Abend - 20 Jahre Förderverein 

Wer am 11. September die Veranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Förderver-eins Römisches Forum Waldgirmes e. V. in der Lahnauhalle aufsuchte, musste zu-nächst an zwei römischen Legionären vorbei. Diese begrüßten die Gäste freundlich am Eingang. Schon beim Betreten des Foyers spürte und sah man die Anwesenheit weiterer Legionäre. Mit Schanzpfählen gesichert präsentierten sie ihre Ausrüstungen und Gebrauchsgegenstände. Keine Frage, dass sich an diesem Stand die Besucher besonders gerne aufhielten, denn die Legionäre antworteten fachlich versiert auf alle Fragen.

"Die goldene Spange" von Waldgirmes 

Gerda Weller, Vorstandsmitglied seit der ersten Stunde, ahnte bei ihrer Begehung vor über 20 Jahren noch nicht, dass sich eine kostbare Scheibenfibel unter den zahlreichen Fundstücken befand. Davon erzählte das kleine Theaterstück der RöMinis. Das Stück "Die goldene Spange" handelte von einer Schülergruppe, die während einer Führung auf einen römischen Jungen stießen. Durch Reiben an einer Scherbe tauchte er wie durch Zauberhand auf, erzählte seine Geschichte im antiken Waldgirmes und verschwand anschließend wieder. Doch vorher übergab er als Erinnerung eine goldene Gewandspange an die Kinder.

Römische Kräuter, Handspindel und Tunika 

Zwischen den Programmpunkten hatten die Besucher Gelegenheit, auch einen Blick auf das zivile Leben zu werfen. Fragen zu den verwendeten Stoffen der Gewänder, Färbetechniken und botanische Funde interessierten ebenso wie eine Vorführung im Umgang mit einer Handspindel. Dass in nahezu jedem Haus ein Hausaltar stand und wie sich Papyrus anfühlt, das und mehr erfuhren die Gäste in der kleinen Ausstellung der zivilen Gruppe. Wilfried Paeschke stimmte die Besucher anschließend auf den Vortrag mit einem kleinen Rückblick über die wichtigsten Meilensteine des Fördervereins ein. Nach ein paar Grußworten seitens der Ehrengäste übergab der das Wort an die Referentin Dr. Gabriele Rasbach.

Die Pioniere an der Lahn

Dr. Rasbach präsentierte die neuesten Ergebnisse der Fundauswertung, kurz vor Erscheinen des ersten Buches darüber. In der ersten Bauphase bewohnten ca. 200 Personen das Gelände, untypische Gebäude prägten das Siedlungsbild in dieser Pionierphase. Aus dem heutigen europäischen Gebiet von Spanien bis Griechenland stammten die Funde unterschiedlichster Art, von Olivenöl bis hin zu Anispollen und Handelswaren.

Zwei Statuen im Hof des Forumgebäudes

In der zweiten Phase, der Monumentalisierungsphase, blühte das Leben in der Siedlung auf. Neben Münzfunden, die auf den Stadthalter Varus hindeuteten, fanden die Wissenschaftler Teile der Brustschirrung der Pferde. Diese stammten offensichtlich von zwei verschiedenen Standbildern. "Damit ist bewiesen, dass es mindestens zwei Standbilder im Hof des Forums gab", erklärte Dr. Rasbach. Bisher nahm man ebenfalls an, dass mit Zerschlagung des Reiterstandbildes das Ende der Siedlung gekommen war. Jedoch befanden sich die bronzenen Fundstücke unterhalb der Brandschicht. Auch die Werkzeug-Funde, die sich im Brunnen oberhalb des Pferdekopfes befanden, deuten auf einen Weiterbestand der Siedlung nach der Varusschlacht hin. So ist sicher davon auszugehen, dass Tiberius erst um 16 n. Chr. die Römer aus dem germanischen Gebiet auf die sichere westliche Seite des Rheins befahl.

Der Pferdekopf wartet auf seine Präsentation

Nach dem Vortrag gab Wilfried Paeschke den ca. 100 Besuchern einen kleinen Ausblick auf die künftigen Pläne des Fördervereins, u. a. den Bau eines Besucherzentrums auf dem Gelände. Er mahnte, dass das Interesse am römischen Waldgirmes schwinde, wenn es nicht endlich eine Entscheidung zum Pferdekopf geben würde. Ein erster Rückgang des öffentlichen Interesses sei bereits zu spüren. Das sei schade für Waldgirmes und ein Verlust für die antike Kultur in Mittelhessen.

Spenden zum Jubileum

Anlässlich unseres 20-jährigen Bestehens erhielten wir Spenden vom Lahn-Dill-Kreis, der Sparkasse Wetzlar und der Volksbank Heuchelheim.

20 Jahre Engagement für römische Geschichte

Im September 2015 jährt sich das Bestehen des Fördervereins Römisches Forum Waldgirmes e. V. zum 20. Mal. Die ehrenamtlichen Aktiven des Vereins mit knapp 200 Mitgliedern würdigen dies am 11. September mit einer interessanten Veranstal-tung für die ganze Familie in der Lahnauhalle.

Die ehrenamtlich Aktiven präsentieren sich

Die Legionäre der Legio I GERMANICA AUGUSTA gewähren an diesem Abend Einblicke in ihre Arbeit. Die Besucher erfahren von den Legionären einiges über das Leben eines römischen Soldaten. Ebenso zeigen die Aktiven des Fördervereins, wie das zivile Leben zu römischen Zeiten gewesen sein könnte. Um 19 Uhr führen die Kinder der „RöMinis“ unter Leitung von Hildegard Wille das römische Theaterstück "Die goldene Spange" auf. Der erste Vorsitzende Wilfried Paeschke richtet seine Begrüßungsworte anschließend an die Besucher, danach erfahren die Gäste um 20 Uhr von Dr. Gabriele Rasbach alles über die neuesten Ergebnisse der Grabungen in Waldgirmes, die sich durch die bisher durchgeführten wissenschaftlichen Auswertungen bestätigt haben. Inhalt ihres Vortrages ist u. a. der Beweis, dass mindestens zwei Bronzestatuen ihren Platz im Römischen Forum hatten. Welche weiteren Beweise sechs Jahre nach Ausgrabungsende vorliegen, darüber referiert Dr. Rasbach an diesem Abend.

Alles begann mit Scherben

Dass Scherben nach der Bewirtschaftung der Äcker durch die Landwirte zutage treten, ist an sich keine Besonderheit. Doch die Hobbyarchäologin Gerda Weller schaute Ende der 80er Jahre genauer hin und identifizierte bei einem ihrer Suchgänge Scherben römischer sowie germanischer Herkunft. Das war Grund genug für die Römische Germanische Kommission, in Waldgirmes Probegrabungen durchzuführen. Und die Sensation war bald entdeckt, handelte es sich doch nach ersten Ausgrabungen und der Auswertung der Funde in Waldgirmes um eine Siedlung ziviler Ausprägung - und das im damaligen feindlichen Germanien - lange Zeit vor dem Bau des Limes. So begannen die Archäologen dank des Schwerpunktprojektes der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit den Ausgrabungen im Jahre 1996.

Der Förderverein begleitet die Ausgrabungen

Nachdem die Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft Lahnau e. V. (HAGL) sich zu-nächst mit den Interessen der Ausgrabungen befasste, entschied sich der Vorstand für die Gründung eines Fördervereins, der sich speziell den Ausgrabungen widmen sollte. Dieser entstand im Jahr 1995 und kümmerte sich in den ersten 14 Jahren seines Bestehens um die meist organisatorischen Aufgaben rund um die Ausgrabungen und um die Wissenschaftler mit ihren Helferteams. Einmal jährlich, am Tag des offenen Denkmals, öffnete der Verein seine Türen für die interessierte Öffentlichkeit und informierte in Führungen und Kurzvorträgen über den Stand der Grabungen.

Spektakuläre Funde machen Waldgirmes einzigartig

In jedem Jahr erfuhren die Besucher beim Tag des offenen Denkmals interessante Neuigkeiten rund um das Römische Forum. Die Verfärbungen im abgetragenen Boden sowie gut erhaltene Holzfunde lieferten Beweise für eine zivile Siedlung, die bereits 3-4 v. Chr. entstand. Zahlreiche Schmuckstücke, Münzen und Alltagsgegenstände brachten die Archäologen und ihre zahlreichen Helfer an die Oberfläche. Darunter fanden sich immer wieder kleinere Stücke und Fragmente einer bronzenen Reiterstatue. Bereits 1997 entdeckten die Archäologen ein großes Stück Brustgeschirr des Pferdes einer Reiterstatue. Doch das war erst der Anfang.

Der Pferdekopf geht medial um die Welt

Im August 2009, dem letzten Jahr der finanzierten Grabungen, fanden die Archäologen während einer Brunnengrabung zunächst den Fuß des Reiters der Statue. Doch wenige Tage später belohnte ein Anblick die Beteiligten, von denen viele Archäologen in ihrer beruflichen Tätigkeit nur träumen können: In 11 Meter Tiefe, in der Brunnenstube - in einem alten Weinfass von über zwei Metern Höhe - fanden die Archäologen zwischen Mühlsteinen und Holzresten im Grundwasser einen sehr gut erhaltenen Pferdekopf. Nach dem sicheren Transport in das wissenschaftliche Labor nach Wiesbaden und der ersten Säuberung präsentierte das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kultur vor internationalen Pressevertretern diesen historischen Fund. Waldgirmes war an diesem Abend Thema in den deutschen Fernsehnachrichten, aber auch international in Hongkong, Russland und den USA. Hier verglich man den bedeutsamen Fund mit dem der Himmelsscheibe von Nebra und dem Keltenfürst vom Glauberg. Mit Spannung sehen alle Interessierten der bevorstehenden Präsentation des zwischenzeitlich restaurierten Pferdekopfes durch das Land Hessen entgegen.

Von den Ausgrabungen zu den Vereinsaktivitäten

Die Finanzierung der Ausgrabungen durch die DFG endete im Jahr 2010. Noch bevor die sichtbaren Bodengrabungen verschlossen waren, musste sich der Förderverein überlegen, wie es nun weitergeht. Denn mit Wegfall der Ausgrabungen würde auch das bisherige Engagement des Fördervereins entfallen. So entschied man sich in gemeinsamen Überlegungen, die Vereinsaktivitäten zu forcieren, um die spektakuläre römische Geschichte von Waldgirmes durch alle Altersgruppen hindurch erlebbar zu machen. Im Mai 2009 fand daher der erste Römertag in Waldgirmes in gemeinsamer Organisation mit der HAGL statt.

2009 Der Römertag lockte Zehntausend Besucher

Zehntausend Besucher strömten an zwei Tagen im Mai auf das Ausgrabungsgelände und entdeckten die römische Geschichte hautnah dank der vielen Teilnehmer und den zahlreichen Vorführungen und Ausstellungen. Das war der Auftakt für das aktive Vereinsleben des Fördervereins. Doch obwohl der Römertag bei den Besuchern bis heute in guter Erinnerung ist und stetig nachgefragt wird, war er doch eine Riesen-Anstrengung für die „Ehrenamtler“ und die vielen Freiwilligen. Daher sollten kleinere Aktivitäten das Vereinsleben neu beleben.

Römisch kochen, Legionäre und die RöMinis

Mit einer kleinen Arbeitsgruppe, dem Vorstand und einer fachlichen Marketingbegleitung, planten die Verantwortlichen das Vereinsleben neu. Denn mit Wegfall der Grabungen war die Gefahr groß, dass das Römische Forum in Waldgirmes schnell in Vergessenheit geraten könne. Also konzipierten die Zuständigen neue Angebote für die interessierte Öffentlichkeit. In Kochkursen wird seitdem die römische Küche lebendig, und Schmuck- und Schminkkurse lassen die Damen in das Leben der Römerinnen eintauchen. Die Gruppe der Legionäre gründete sich und wird aktuell zu Veranstaltungen in ganz Deutschland eingeladen. Mit dem Angebot der RöMinis erleben 8-12 jährige Kinder bis heute die römische Geschichte, Projekttage in verschiedenen Schulen sowie Ferienspielaktionen zu verschiedenen Themen begeistern Kinder und Jugendliche. Daneben finden zahlreiche öffentliche und angemeldete Führungen statt, Vorträge begeistern die Besucher und Tagesexkursionen die Teilnehmer. Das Wichtigste bei allen Aktivitäten ist und bleibt die Authentizität und der Wille, die römische Geschichte von Waldgirmes für alle Altersgruppen erlebbar zu machen.

Der Förderverein blickt in die Zukunft

Alle Aktivitäten betreut ein kleines Team rund um den Geschäftsführer. Dieser koordiniert alle Aktionen und berichtet dem Vorstand. Ohne das hohe ehrenamtliche Engagement wäre dieses aktive Vereinsleben unmöglich. Dass die Vereinsarbeit erfolgreich ist, beweisen die hohen Besucher- und Teilnehmerzahlen. Doch diese können auf Dauer nicht gehalten werden, da sich Teilnehmer bei den Führungen oft über das karge Gelände enttäuscht zeigen. Daher liegen derzeit alle Anstrengungen des Vorstandes auf den Bau eines Besucherzentrums direkt auf dem Ausgrabungsgelände. So könnte der Förderverein sich professionell präsentieren, höhere Besucherzahlen abwickeln und somit Waldgirmes und die Region zu einem attraktiven touristischen und historischen Ziel ausbauen.

Hildegard Wille stellt ihr Buch “Ubbo und seine Freunde” vor.

Der Förderverein "Römisches Forum Waldgirmes e. V. lädt am 10. 6. 2015 um 17.30 Uhr zur Präsentation des Kinderbuches "Ubbo und seine Freunde " der Lahnauer Autorin Hildegard Wille in die Räume der Geschäftsstelle  in Lahnau - Waldgirmes, Georg- Ohm- Str. 2 ein. Das Buch schildert das Leben in und um das antike Waldgirmes zur Zeit des Augustus vor 2000 Jahren. Der Germanenjunge Ubbo wird schwer verletzt vor der Villa des Präfekten gefunden und gewinnt die Freundschaft seiner Kinder Marcus und Flavia. Neben spannenden Abenteuern bekommen die jungen Leser einen Einblick in die Lebensweise von Römern und Germanen dieser Zeit-friedliche Jahre bis die Niederlage des Varus auch den Untergang der römischen Stadt besiegelt… Hildegard Wille ,die viele Jahre im Lehrerberuf arbeitete, ist sehr interessiert an römischer Geschichte. Sie gehört mit ihrem Mann seit dessen Gründung zum Förderverein . Seine gelungenen Illustrationen erhielt das Buch im wesentlichen von Harmut Krämer, ebenfalls Mitglied des Fördervereins  und Bildgestalter.

Erster Vorsitzender des Fördervereins Wilfried Paeschke erhält

Hessischen Verdienstorden am Bande.

Am Dienstag, den 9. Dezember 2014 überreichte Staatsministerin Priska Hinz dem Solmser SPD-Fraktionsvorsitzenden Wilfried Paeschke den Hessischen Verdienstorden am Bande. Grund der Auszeichnung war sein langjähriges, ehrenamtliches Engagement in Komunalpolitik und Vereinen. Auszeichnungen wie der Ehrenbrif des Landes Hessen (1992) und das Bundesverdienstkreuz am Bande (2000) gingen der Ehrung voraus. Die Verleihung des Ordens fand im Kloster Altenberg bei Oberbiel statt. Zu den Gratulanten gehörten auch der zweite Vorsitzende Heinz Rauber und der Geschäftsführer Peter Schepp vom Förderverein Römisches Forum Waldgirmes, dem Herr Paeschke seit 2008 vorsitzt. Erst der spektakuläre Fund des 2000 Jahre alten bronzenen und vergoldeten Pferdekopfes in einem römischen Brunnen machte Waldgirmes weltweit bekannt. So können sich auch die aktiven Mitglieder des Vereins - ohne die die vielen Aufgaben welche in einem Jahr anfallen nicht bewältigt werden könnten - über diese Auszeichnung freuen.

Wir sind für Sie da

Die Geschäftsstelle des Fördervereins ist Mo - Do von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr besetzt. Rufen Sie uns an unter Tel.: 06441/65240, oder senden Sie uns eine E-mail: roemerforum@t-online.de

Neues Besucherzentrum in

Planung

Die Planung des neuen Besucherzentrums ist abgeschlossen. Der Förderantrag wurde positiv beschieden. Spender und Sponsoren werden eingeworben.
Forum mit Reiterstandbild (Rekonstruktion)

Der Pferdekopf aus

Waldgirmes

Noch lagert er restauriert in Wiesbaden/Biebrich. Wir sind alle gespannt, wann er endlich der Öffentlichkeit präsentiert wird.
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